Kelkheimer Zeitung 2. Feb. 2012
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Frankfurter Rundschau, 30.1.2012
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Höchster Kreisblatt 30.1.2012
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Kelkheimer Zeitung 19. Jan. 2012
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KZ 2011 KW46.doc
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Kelkheimer Zeitung 10. Nov. 2011
Viel Geld beim Künstlermarkt
Die Bürgerstiftung Kelkheim meldet, dass beim dritten Künstlermarkt in der Stadthalle dank der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler für die Bürgerstiftung die stolze Summe von 2.100 Euro
zusammenkam.
Kay Möller spricht von einem „prall gefüllten Spendentopf“, der auch vor allem dem Einsatz von Marianne Waetzmann und Christel Biehl zu verdanken ist. Das Geld werde Kelkheimer Kindern zugute
kommen
Höchster Kreisblatt 24.Okt. 2011
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Kelkheimer Zeitung 2011, KW34
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Kelkheimer Zeitung 2011, KW 30
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Erstmals verlieh die Bürgerstiftung den Absolventen der Hauptschule den Preis "Kelkheimer kluge Köpfe"
HK2011-6-21.doc
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Bürgerstiftung finanziert Minijob für Ernst Bloy
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Kelkheimer Zeitung 2011 KW08
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Kelkheimer Zeitung 2011 KW04
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Höchster Kreisblatt, 17. 1.2011
«Keine Eintagsfliegen»
Thomas Weck (DLRG) bringt Kindern das Schwimmen
bei – ein von der Bürgerstiftung gefördertes Angebot.
Foto: Maik Reuß
Von Sarah Leckel
«Das Blut einer Stiftung ist das Geld seiner Spender und Gönner.» So beschrieb Dr. Hildegard Bonczkowitz die Basis der Bürgerstiftung Kelkheim. Diese Vitalität belegten die Stiftungsvorsitzende, sowie Schatzmeister Dr. Börries Kübel beim Neujahrsempfang der Organisation mit einigen Zahlen.
Schwimmen gelernt
Drei große Projekte unterstützte die Stiftung im vergangenen Jahr, zwei laufen jahresübergreifend und drei weitere sind für 2011 geplant. «Wir sind erst am Anfang des Jahres», stellte Schriftführerin Kay Karin Möller fest. «Da kommt noch das ein oder andere Projekt.»
Durch eine Kooperation der Bürgerstiftung Kelkheim, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie des Kindergartens St. Georg in Münster konnten 2010 acht Jungen und Mädchen aus einkommensschwachen Familien das Schwimmen erlernen. Auch in diesem Jahr wird die Zusammenarbeit fortgeführt. Die DLRG-Schwimmlehrer werden in den kommenden Wochen acht Kinder des Kindergartens St. Franziskus zu Schwimmern ausbilden. Ein weiteres Projekt, das die Bürgerstiftung finanziell unterstützte, war die Einrichtung der Abteilung «Interaktive Medien» in der Kelkheimer Stadtbibliothek. Darüber hinaus finanziert die gemeinnützige Einrichtung seit September 2010 Obstkörbe für die Schüler der Eichendorffschule. Bis zum Ende des Schuljahres im Juni erhalten die Kinder der Nachmittagsbetreuung verschiedene Obstsorten als Ergänzung zum Mittagessen. Zudem erhielt die Sozialstation in Kelkheim eine finanzielle Zuwendung durch die Bürgerstiftung.
«Wir wollen keine Eintagsfliegen in die Welt setzen, sondern langfristige Projekte», erklärte Kübel. Bonczkowitz ergänzte, dass das Engagement nicht nur vorübergehend, sondern ein Leben lang sei. Möglich wird dies unter anderem durch die «Geburtstagsstifter». Dabei handelt es sich um Personen, die anlässlich ihres Geburtstages auf Geschenke verzichten und stattdessen ihre Gäste um eine Spende für die Bürgerstiftung bitten.
Kapitalstock: 100 000 Euro Schatzmeister Börries Kübel erläuterte, wie eine Stiftung funktioniert. Zunächst bedarf es eines Vermögens. Die Aufgabe des bereits 2008 gegründeten Fördervereins Bürgerstiftung Kelkheim e. V. bestand darin, dieses notwendige Kapital zu akquirieren. Anfang 2010 erfolgte die Gründung. Der Förderverein sei jedoch nicht aufgelöst worden, betonte Kübel. Bonczkowitz war aufgefallen, dass viele Stifter gar nicht Mitglieder im Förderverein seien. Daher schlug die Vorsitzende als guten Vorsatz für das neue Jahr vor: «Das könnte man ändern!» Über die Spendenbereitschaft der Bürger – egal, ob Mitglied oder nicht – kann sich die Bürgerstiftung derzeit nicht beklagen. Belief sich das Stiftungsvermögen vor einem Jahr noch auf rund 70 000 Euro, kann die Organisation in diesem Jahr auf einen Kapitalstock von 100 000 Euro blicken. «So können wir uns 10 000 bis 12 000 Euro an Ausgaben leisten», sagte Kübel. Einen Teil der Summe wird die Bürgerstiftung zur Förderung der Hattersheimer Hofheimer Tafel aufwenden. An den Ausgabestellen der Einrichtung erhalten auch Kelkheimer Bürger Lebensmittel, sagte Kübel. Jedoch mangele es an Unterstützung. Dem möchte die Bürgerstiftung Abhilfe schaffen. Ab Februar wird sie die Stelle eines Mini-Jobbers finanzieren, der in der Ausgabestelle in Hattersheim eingesetzt wird. Besonders erfreut zeigte sich Schriftführerin Möller über die Tatsache, dass man einen Kelkheimer Bürger für den Job begeistern konnte.
FAZ 22.12.2010
Preis als Ansporn für gute Hauptschüler
höv. KELKHEIM. Die Kelkheimer Bürgerstiftung will Hauptschüler mit einem Preis zu guten Leistungen anspornen. Imnächsten Jahr wird die Stiftung zum ersten Mal Prämien für die besten Hauptschulabschlüsse vergeben, wie Schatzmeister Börries Kübel mitteilte. Das beste Zeugnis werde mit 300 Euro belohnt. Der Hauptschüler mit dem zweitbesten Abschluss erhalte 200 Euro. Für das Zeugnis mit den drittbesten Noten gebe es 100 Euro. Darüber hinaus werde viermal eine Belohnung von je 50 Euro vergeben für besondere Leistungen.
Eine solche Prämie sei mehr als nur Geld. Die Auszeichnung drücke Anerkennung für Leistung aus und mache sich auch gut bei einer Bewerbung, weil sie die Leistungsbereitschaft des Schülers beweise.
Höchster Kreisblatt 21.12.2010
Das alte Handy ist noch was wert
Bürgerstiftung sammelt ausrangierte Mobiltelefone für den guten Zweck und engagiert sich für Hauptschüler
Es wird nie ruhig um die Initiative. Aktuell laufen vor allem zwei Projekte. Beim einen geht es um Handys, beim anderen um Motivation zum
Lernen.
Von Sarah Leckel
Kelkheim. Während allerorts Besinnlichkeit und vorweihnachtliche Stimmung herrschen, läuft die Bürgerstiftung noch einmal zur Hochform auf und auch der Start ins neue Jahr wird aktiv gestaltet. Seit Anfang des Monats beteiligt sich die Initiative an einer Sammelaktion für Handys, im Februar folgt das Motivationsprogramm für die Eichendorffschüler.
Bereits im vergangenen Jahr habe die Bürgerstiftung das Projekt «Handys stiften Zukunft» an Land gezogen, berichtet Schatzmeister Börries Kübel. «Damals waren wir aber noch keine Bürgerstiftung und die Zertifizierung fehlte.» Inzwischen sind die Voraussetzungen, die zur Teilnahme an dem Projekt berechtigen, erfüllt. Seit Beginn des Jahres darf die Organisation offiziell den Titel Bürgerstiftung tragen. Im Oktober wurde ihr zudem das Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen verliehen.
Die bundesweite Kampagne, bei der gebrauchte Mobiltelefone, egal ob funktionsfähig oder defekt, zusammengetragen werden, ist eine Gemeinschaftsaktion der Initiative Bürgerstiftung und des Mobiltelefonanbieters Vodafone. Insgesamt drei Sammelboxen hat die Bürgerstiftung aufgestellt. In der Praxis Dr. Bonczkowitz (Frankenallee 1), sowie bei den Familien Hans Möller & Sohn (Industriestraße 10) und Artan (Frankfurter Straße 27). «Wenn die Kartons voll sind, hole ich sie ab und schicke die Handys an den Recyclingpartner», erklärt Kübel das weitere Vorgehen. Dort werden die Geräte ausgeschlachtet, der Rest umweltgerecht entsorgt. Für jedes eingereichte Mobiltelefon erhält die Bürgerstiftung einen Euro von Vodafone. Doch die Sammelaktion verschafft der Bürgerstiftung nicht nur Geld, sie fördert auch das Gemeinwohl. Denn die fachgerechte Entsorgung trägt zur Einsparung von Rohstoff- und Energieressourcen bei und reduziert damit die CO2-Emissionen.
Nicht reduzieren, sondern investieren will die Bürgerstiftung in die Bildung der Eichendorffschüler. Zu diesem Zweck schreibt sie von 2011 an zum Ende jedes Schuljahres den Preis «Kelkheimer kluge Köpfe» aus. Die Idee zu dem Projekt entstand auf der Stiftungsversammlung. Man solle gute schulische Leistungen fördern, lautete der Vorschlag eines Mitglieds. Der Einwand folgte prompt. Gute Leistungen werden vor allem an Gymnasien erzielt, und diese Schüler hätte eigentlich keine soziale Unterstützung nötig. «Wir begrenzen die Förderung auf die Hauptschule», schlug Kübel vor. Im Februar wird er das Projekt gemeinsam mit Bernd Sieber von der Handwerkskammer Rhein-Main den Schülern vorstellen. Der Preis solle die Schüler zu besserer Mitarbeit und damit zu besseren Leistungen motivieren, beschreibt Kübel die Absicht der Bürgerstiftung. Das Engagement der Schüler lohnt sich in zweierlei Hinsicht. Für den besten Abschluss ist ein Preisgeld von 300 Euro angesetzt. Der zweit- und der drittbeste Absolvent erhalten 200 beziehungsweise 100 Euro. Zudem stehen Prämien für «besondere Leistungen» im Gesamtwert von 200 Euro aus. Was eine besondere Leistung ist, wird in Rücksprache mit der Schule entschieden. Dazu Kübel: «Wir haben uns bewusst nicht genau festgelegt.» Es könne sich sowohl um außerschulisches Engagement, als auch um Schulprojekte handeln. Auch «Leistungen, die sich nicht in Noten niederschlagen» können inbegriffen sein. Doch die Preise und Prämien seien mehr als Geld, betont Kübel. Gemeinsam mit Sieber hofft er, den Schülern vermitteln zu können, welche Bedeutung gute schulische Leistungen für den Berufseinstieg haben. Die Schüler sollen sowohl Selbstbestätigung, als auch eine Bestätigung von außen erfahren. Der Preis stellt dabei einen Beweis für ihre Leistungsfähigkeit und Zielstrebigkeit dar, gleichzeitig unterstreicht er die Anerkennung ihrer Person und ihres Willens, etwas zu erreichen. Dass nicht nur die Jahrgangsbesten ausgezeichnet werden, ist Absicht. Kübel: «Wir wollen alle Schüler zum Lernen motivieren. Jeder soll seine Chance sehen.»
Kelkheimer Zeitung, 14. Oktober 2010 S. 7
Gütesiegel für Bürgerstiftung
Am Tag der Bürgerstiftungen hat die Bürgerstiftung Kelkheim aus der Hand der Arbeitsgemeinschaft Bürgerstiftungen das Gütesiegel der Arbeitsgemeinschaft erhalten. Dr. Hildegard Bonczkowitz nahm diese Auszeichnung, die damit gleichzeitig der Ansporn für die weitere Arbeit ist, in Isernhagen bei Hannover entgegen.
Kelkheimer Zeitung, 7. Oktober 2010 S. 2
Höchster Kreisblatt, 4. Oktober 2010
Gütesiegel für die Bürgerstiftung
Noch kein Jahr alt und schon preisgekrönt
Dr. Hildegard Bonczkowitz und Kay Möller zeigen stolz das Gütesiegel, das die Bürgerstiftung Kelkheim am Wochenende vom Arbeitskreis Bürgerstiftungen des Bundesverbandes Deutsche Stiftungen erhalten hat. Foto: Michelle Spillner
Von Michelle Spillner
Der Arbeitskreis Bürgerstiftungen des Bundesverbandes Deutsche Stiftungen hat die Kelkheimer Organisation ausgezeichnet.
Kelkheim. Die Vorsitzende der Kelkheimer Bürgerstiftung Dr. Hildegard Bonczkowitz ist am Sonntag stolz von der Verleihung des Siegels in Isernhagen bei Hannover zurückgekehrt. Die Bürgerstiftung, am 23. Januar dieses Jahres gegründet, ist noch kein Jahr alt, und schon wird ihre Arbeit auf diese Weise wertgeschätzt. «Das Gütesiegel bringt uns etwas für unsere Stifter und Zuwender. Damit wissen sie, jeder Cent geht in Projekte, die Gutes tun», verdeutlicht die Vorsitzende den Nutzen der Auszeichnung.
Zehn Merkmale
Der Arbeitskreis Bürgerstiftungen vergibt das Gütesiegel an Stiftungen in ganz Deutschland, die zehn Merkmale erfüllen. Dazu gehört unter anderem die Gemeinnützigkeit, die wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit, die definierte geografische Ausrichtung des Aktionsgebietes der Stiftung auf ein bestimmtes Gebiet, das Wirken in einem breiten Spektrum, die Förderung von Projekten, die bürgerschaftlich getragen sind oder eine Hilfe zur Selbsthilfe leisten und der kontinuierliche Aufbau eines Stiftungskapitals.
Startkapital
Die Bürgerstiftung Kelkheim wurde mit einem Stiftungskapital in Höhe von 70 000 Euro gegründet. Die 35 Mitglieder des Fördervereins sammeln unermüdlich Geld. Und die Projekte der Kelkheimer erfüllen alle Anforderungen.
Obst und Bücher
Gerade erst hat die Bürgerstiftung der Kelkheimer Stadtbibliothek 500 Euro Anschubfinanzierung für den Aufbau der Abteilung Neue Medien zugeschossen. Im «Äpfelchenprogramm» finanziert die Stiftung Schulkindern zwei Mal pro Woche Obst. Es gibt einen Schwimmkurs für Kinder aus einkommensschwachen Familien, der gemeinsam mit der DLRG so finanziert wird, dass die Eltern lediglich einen Eigenanteil in Höhe von 10 Euro zahlen müssen. Anti-Aggressionsprojekte zur Gewaltprävention an Schulen, Sport-, Musik- und Sprachförderung an Kindergärten und mehr sind in der Vorbereitung.
Noch mehr Ideen
Hildegard Bonczkowitz ist von der Urkundenverleihung mit noch mehr Ideen zurückgekehrt. Verbunden mit der Auszeichnung war auch ein dreitägiges Treffen, in dessen Rahmen sich Bürgerstiftungen kennenlernen und austauschen konnten. «Ich bin fasziniert, was es alles gibt», berichtet die Vorsitzende. Am meisten Eindruck hat bei ihr eine Düsseldorfer Initiative hinterlassen, die Kindern aus einkommensschwachen Familien Sportschuhe kauft, verbunden mit der Auflage, dass die Kinder diese Schuhe nicht mit nach Hause nehmen, weil die Gefahr besteht, dass die Schuhe dann verschwinden – verkauft oder gestohlen werden. Diese Maßnahme ist auch ein bedrückendes Beispiel dafür, wie schlimm es um viele Menschen bestellt ist.
Das Gütesiegel wird für zwei Jahre verliehen. Nach Ablauf dieser Zeit wird Hildegard Bonczkowitz wieder einen Packen Unterlagen ausfüllen müssen, die Auskunft darüber geben, ob die Stiftung dieses Siegel verdient. Die Arbeit lohnt sich. «Ich denke, das Stichwort ist Transparenz», bringt es Kay Möller, die Pressesprecherin der Bürgerstiftung Kelkheim, auf den Punkt.
Stiftung peilt neues Ziel an
Kelkheim. Im Januar ging die Bürgerstiftung mit einem Kapital von rund 70 000 Euro an den Start, nachdem zuvor ein Förderverein
fleißig Geld gesammelt hatte. Inzwischen hat die Initiative eine «magische» Grenze bereits übersprungen: Wie Schatzmeister Börries Kübel mitteilt, haben spendable Förderer das Stiftungskapital auf
über 100 000 Euro erhöht.
Vorsitzende Hildegard Bonczkowitz ist froh,
diese Summe bereits früher als erhofft erreicht zu haben. «Aber wir sammeln natürlich weiter und wollen nicht bei 100 000 Euro die Grenze ziehen. Jetzt sei mit den 200 000 Euro der nächste
Meilenstein im Blick», sagt die Chefin der Stiftung und des Fördervereins. Denn schließlich seien die Beiträge der derzeit 35 Mitglieder eine wichtige Einnahmequelle. Mehr Unterstützer im Verein
würde sich die Initiative sicher wünschen, «aber es gibt eher Menschen, die einfach etwas spenden».
Mit den Erträgen aus
dem Kapital und mit Spenden zur unmittelbaren Verwendung wurde 2010 schon der Schwimmunterricht für Vorschulkinder einkommensschwacher Familien gefördert (wir berichteten). Neu zugesagt hat die
Kelkheimer Bürgerstiftung, die seit Februar offiziell vom Regierungspräsidium Darmstadt anerkannt ist, einen Zuschuss an die Stadtbibliothek zur Einrichtung einer Abteilung «Neue Medien» und die
Kostenübernahme des Elternanteils für die Versorgung der Kinder in Nachmittagsbetreuung an der Eichendorffschule mit Obst. «Im Gespräch sind wir mit der Tafel in Hattersheim-Hofheim, die auch
Kelkheimer Kunden versorgt, über Möglichkeiten, hier sinnvoll zu unterstützen», kündigt Schatzmeister Kübel an. Auch die mobile Jugendarbeit der Stadt bekommt finanzielle Hilfe von der Stiftung.
Hildegard Bonczkowitz animiert potenzielle Spender. Gerade Erbschaften seien für diese Idee «eine tolle Sache». Und angetan ist sie darüber, dass einige Kelkheimer bei runden Geburtstagen immer
häufiger an die Stiftung denken und dafür auf Geschenke verzichten. wein
Informationen zur Bürgerstiftung und zum
Förderverein gibt es bei Hildegard Bonczkowitz unter Telefon (0 61 95) 6 28 51 oder per E-Mail an info@Buergerstiftung-Kelkheim.de wein
Kelkheimer Zeitung 5. Mai 2010 S. 2
Höchster Kreisblatt 31.03.2010 LokalesKelkheim
Ein ganz besonderer Schwimmkurs
Bürgerstiftung, DLRG und Georg-Kindergarten starten ein gemeinsames Projekt
Von Sarah Leckel
Eine Idee, die man zum Nachahmen empfehlen kann: Kein Kind soll aus finanziellen Gründen auf das Schwimmen-Lernen verzichten müssen.
Kelkheim. Die acht Mädels und Jungen, die im Becken der Rhein-Main-Therme fleißig üben, haben ein großes Ziel: das Seepferdchen! 25 Meter Schwimmen, ein Sprung vom Beckenrand und einen Ring aus dem schultertiefen Wasser holen – wer das schafft, bekommt das Frühschwimmerabzeichen. Dass die Knirpse überhaupt zum Schwimmunterricht gehen können, verdanken sie einem Projekt, das Bürgerstiftung Kelkheim, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Kindergarten St. Georg in Münster ins Leben gerufen haben.
Die Idee hatte die Leiterin des Kindergartens, Birgit Brause. «Wir wollen die Kinder durch das Schwimmen fördern», sagt sie. Die Bürgerstiftung war von dem Vorschlag begeistert. «Ziel der Bürgerstiftung ist es, unsere Stadt lebenswerter zu machen und den Kindern in ihrer Stadt zu helfen», beschreibt Kay Karin Möller, die Schriftführerin der Bürgerstiftung, das Konzept ihres Vereins. Nun fehlte nur noch ein qualifizierter Lehrer, der den Kindern das Schwimmen beibringt. Den stellt die DLRG. «Wir wollen viele Menschen zu Schwimmern ausbilden», erläutert Schwimmlehrer Thomas Weck. Vom Wasser gehe immer auch eine Gefahr aus, und es könne nicht sein, dass Kinder aus finanziellen Gründen nicht das Schwimmen lernen.
Dieser Aspekt ist wichtig, denn die Initiative fördert ausschließlich Kinder aus einkommensschwachen Familien, die sich den privaten Schwimmunterricht nicht leisten können. Häufig handele es sich um alleinerziehende Mütter oder Väter, sagt Brause. Sie habe gezielt Eltern angesprochen, um sie auf das Projekt aufmerksam zumachen. Bis auf eine Ausnahme hätten die Familien begeistert reagiert. Seit Anfang Januar betreut Schwimmlehrer Weck gemeinsam mit zwei Kollegen die acht Kinder im Alter zwischen fünf und sieben Jahren. Einmal wöchentlich trifft sich die Gruppe für eine Stunde in der Therme. «Die Kinder haben nicht nur einen Riesenspaß, sie machen auch Fortschritte», freute sich Birgit Brause. Inzwischen trauten sie sich sogar ins tiefe Schwimmerbecken, hat Kay Möller beobachtet. Dass die Eltern vom Beckenrand aus zuschauen, stört Weck nicht. Gerade mit Blick auf die aktuelle Debatte um Missbrauchsfälle, sei ihm dies sogar recht. Nur einmischen dürften sich die Eltern nicht. «Die Regie für die Kurse behalten wir uns vor», so Weck.
Die Kosten für den Schwimmunterricht teilen sich Bürgerstiftung und DLRG. Während der Schwimmverein die Aufnahmegebühren erlassen hat, übernimmt die Bürgerstiftung den Großteil des Jahresbeitrags und die Kosten für den Kurs in Höhe von 75 Euro pro Kind. Dadurch müssen die Eltern lediglich einen Eigenanteil von 10 Euro zahlen.
Noch bis Ende des Jahres können die Jungen und Mädchen zum Schwimmunterricht kommen. Bis dahin wollen alle die Schwimmprüfung abgelegt haben. Im Kindergarten St. Georg hofft man derweil, die tolle Kooperation im nächsten Jahr fortsetzen zu können. Ganz im Sinne der Kelkheimer Kinder.
Kelkheimer Zeitung 04.02.2010 S. 2
Kelkheimer Zeitung 26.1.2010
Es ist soweit: Am letzten Januarwochenende wird die Initiative aus der Taufe gehoben. Die Führungsmannschaft des Fördervereins bleibt zunächst zusammen.
Kelkheim. Es ist ein eher ungewöhnlicher Weg, den die Initiatoren der Bürgerstiftung eingeschlagen haben. Zunächst wurde ein Förderverein ins Leben gerufen, der mit einigen Aktionen die Tätigkeit im Sinne der Initiative schon begonnen hat. Die eigentliche Stiftungsgründung folgt jetzt, nachdem das notwendige Grundkapital von 70 000 Euro zusammengekommen ist.
Wahl des Beirats
Am Samstag, 30. Januar, soll es soweit sein: Dann findet die Gründungsversammlung der Stiftung statt, kombiniert mit einem Neujahrsempfang. Los geht es um 11 Uhr im Gesundheitszentrum. Ein wichtiger Punkt der Tagesordnung ist die Wahl eines Beirates, der die Arbeit unterstützend und kontrollierend begleitet. Das laufende Geschäft wird vom Vorstand erledigt, und der wird vom Förderverein übernommen. Vorsitzende bleibt Hildegard Bonczkowitz, ihr Stellvertreter Horst Schmidt-Böcking. Kay Karin Möller arbeitet als Schriftführerin mit, und Börries Kübel ist als Schatzmeister für die Finanzen zuständig.
Einen Geschäftsführer gibt es vorerst nicht. «Das können wir machen, wenn die Stiftung größer geworden ist, sagt Hildegard Bonczkowitz zum Höchster Kreisblatt. Sie hofft, dass das Kapital der Bürgerstiftung durch Zustiftungen bald noch deutlich anwächst. Zunächst aber würde ein Geschäftsführer nur Geld kosten, das man lieber für die eigentlichen Stiftungszwecke verwenden möchte.
Neue Ideen willkommen
Profitieren könnte davon etwa die Kelkheimer Musikschule. Die kann Instrumente immer gut gebrauchen, und die Bürgerstiftung möchte sich dabei finanziell engagieren, kündigt die Vorsitzende an. Fortgesetzt werden soll ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten St. Georg und dem DLRG. Dabei bezahlt die Stiftung Schwimmkurse für Vorschulkinder, deren Eltern sich diese nicht ohne weiteres leisten können.
Weitere Projekte hängen auch davon ab, mit welchen Vorschlägen die Kelkheimer an die Bürgerstiftung herantreten, gefragt sind vor allem Vereine, Organisationen und Institutionen. Sicher wird auch beim Neujahrsempfang Gelegenheit sein, im lockeren Gespräch neue Ideen einzubringen. Dabei ist die Zusammenarbeit zwischen Bürgerstiftung und der Kelkheimer Vereinswelt keine Einbahnstraße – so hatte im vergangenen Jahr der Taunusklub Münster 500 Euro gespendet.
Umgekehrt hat die Bürgerstiftung erst kürzlich die Stiftung Sozialstation mit 1000 Euro unterstützt. Das Geld wurde zwischen Caritas, Diakonie und Roten Kreuz aufgeteilt, die es in Ausrüstungsgegenstände investierten.
Kelkheimer Zeitung 14. Jan. 2010, S. 3